Die Brau Union Österreich AG 2016

2.348

Mitarbeiter
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8 Brauereien
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32 Verkaufslager
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55 Verkaufspartner
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14 Biermarken

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über

100 Biersorten

über

5,0 Mio  hl Bierabsatz
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Strongbow seit 2015 im Sortiment

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rund
49.000 Kunden
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rund

707 Mio € Umsatzerlöse
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72 Mio €

Investitionen
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Unsere Absatzmärkte

Unsere Marken sind regional stark verankert, daher sind die ­jeweiligen Regionen in Österreich unser Hauptabsatzmarkt. ­Darüber hinaus wuchs der Exportbereich der Brau Union ­Österreich 2016 kontinuierlich. Besonders Gösser ist im Ausland gefragt: In Italien und in Deutschland wurden 2016 über 90.000 hl Gösser, gebraut in Österreich, verkauft – davon ca. 70.000 hl in Deutschland, überwiegend Gösser NaturRadler, und ca. 25.000 hl in Italien. In Russland ­wurden 2016 rund 470.000 hl Gösser und in Ungarn mehr als 120.000 hl in Lizenz gebraut.

Unser Unternehmen im Porträt

Die Brau Union Österreich ist das größte Brauunternehmen ­Österreichs. Seit 2003 ist sie Teil der internationalen HEINEKEN-Familie. Ihr ­Kerngeschäft ist die Erzeugung und der Vertrieb von Bier, Biermischgetränken und ­Produktinnovationen sowie der Handel mit ­Getränken aller ­Art – vom Wein über internationale ­Biere bis zu ­Erfrischungsgetränken. Das versteht sich dabei von selbst: Die Brau Union Österreich setzt auf beste Rohstoffe, höchste Qualität
und nachhaltige Produktion.

Unser nachhaltiges Engagement wurde 2016 mehrfach ausgezeichnet:

  • European Business Awards 2016 National Champion
  • CSR Corona 2016 für die Kooperation mit dem „Institut Suchtprävention, pro mente Oberösterreich“ zum Thema „Verantwortungsvoller Alkoholkonsum“, das sich an Jugendliche richtet
  • Umweltschutz-Zertifikat der Österreichischen Post
  • Green Brands Austria 2016/2017 als Unternehmen, das maßgeblich zum Umwelt- und Klimaschutz in Österreich beiträgt. http://www.green-brands.org/
  • Energy Globe 2016 Styria & Energy Globe 2016 Austria für unser Vorzeigeprojekt „Grüne Brauerei Göss“
  • IEA SHC Solar Award für unser Vorzeigeprojekt „Grüne Brauerei Göss“
  • EU Sustainable Energy Award 2016 für unser Vorzeigeprojekt „Grüne Brauerei Göss“
  • Ökoprofit Award 2016 für unser Engagement im Nachhaltigkeitsbereich  am Standort Puntigam
  • klimaaktiv mobil für unsere Projekte zur CO2-Reduktion

Was uns leitet: unsere Vision und unsere Werte

Es ist eine klare Vision, die unser Handeln leitet. Als Unternehmen und auch als Menschen, die in diesem Unternehmen arbeiten:

BRAU UNION ÖSTERREICH – IMMER DIE BESTE MARKE. ÜBERALL. ZUM WOHL.

Um aus einer Vision gelebte Wirklichkeit werden zu lassen, braucht es Prinzipien und Werte:

 

Die Basis unseres Handelns
HEINEKEN Code of Business Conduct


Klare Grundsätze bestimmen unseren Arbeitsalltag: Fairness, Integrität, Achtung vor dem Gesetz wie auch Respekt vor unseren unternehmerischen ­Werten. Die Richtlinien des HEINEKEN Code of Business Conduct schaffen dafür die Grundlage. Eine „Speak-Up-Leit­linie“, die wir erarbeitet haben, erleichtert zudem das Aufdecken von Fehlverhalten. So bekämpfen wir ­Korruption und Verstöße gegen ökologische und ­soziale Grundsätze. Damit unterstützen wir auch den UN Global Compact, die OECD-Richtlinien sowie die International Labour Organization (ILO).

Wegweiser zum Erfolg
Der HEINEKEN „Greenprint to Win“

Der HEINEKEN „Greenprint to Win“ definiert unsere Prinzipien und Werte. Er zeigt, wo wir als Unternehmen hinwollen und hilft uns, unsere Ziele zu erreichen. Immer im Einklang mit unserem HEINEKEN Code of Business Conduct.

Sicherheit für alle

Am Ende eines Arbeitstages wollen wir sicher und gesund nach Hause kommen. Auf andere und uns selbst zu achten, steht deshalb an erster Stelle. Das gilt auch jenseits der Brauereitore – für uns alle und zu jeder Zeit.

Unternehmerisch handeln

Unser Unternehmen, das sind wir. Daher übernehmen alle Mitarbeiter Verantwortung und handeln, als ob sie selbst Eigentümer wären. Wir wollen an der Spitze stehen und suchen laufend nach Möglichkeiten, um unser Unternehmen zu stärken.

Gemeinsam stark

Das „Wir“ ist uns wichtiger als das „Ich“. Wir glauben an die Kraft, die aus der Zusammenarbeit verschiedenster Menschen entstehen kann. Wir arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin. Unsere Führungskräfte gehen hier mit gutem Beispiel voran. 

Unbürokratisch und effizient  

Globale Größe in Verbindung mit lokaler Marktkraft macht uns stark. Dafür braucht es eine disziplinierte Einhaltung vereinbarter Maßnahmen. Wir verschwenden keine Zeit für interne Bürokratie und unnötige Abläufe.

Keep it simple!

Wir wollen uns auf wichtige Dinge konzentrieren, etwa den Erfolg am Markt. Daher gestalten wir ­interne ­Prozesse einfach. Einfache Abläufe sind ­leichter zu erklären bzw. auszuführen und sind ­weniger ­fehleranfällig.

Erfolg durch Lernen

Wir sind offen und lernbereit. Wir entwickeln uns weiter, ohne Lektionen aus der Vergangenheit zu vergessen. Wir schätzen Erfahrung als grundlegenden Geschäftswert. Individuelle Lernerfahrungen sind die Grundlage unseres Geschäftserfolgs.

„Brewing a Better World“ – unsere Nachhaltigkeitsstrategie und ihre Dimensionen

Wir als Brau Union Österreich haben unser Nach­haltigkeitsziel klar definiert: Die beste Bierkultur für die Zukunft schaffen und die österreichische Bierkultur nach sozialen und ökologischen­ Herausforderungen gestalten, zum Wohl von allen.

Gemäß der HEINEKEN-Strategie „Brewing a Better World“ setzen wir dieses Ziel um. Diese Strategie umfasst alle unsere Geschäftsbereiche, von den Roh­stoffen auf den Feldern über unsere Produktionsstandorte bis hin zu unseren Kunden und Konsumenten.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie hat sechs Schwerpunkte mit jeweils anspruchsvollen Zielen:

  • Schutz der Wasserressourcen
  • Energie & CO2-Reduktion
  • Nachhaltige Beschaffung
  • Verantwortungsvoller Konsum
  • Gesundheit und Arbeitssicherheit
  • Partnerschaften für die Zukunft

Unsere Strategie „Brewing a Better World“ orientiert sich außerdem an der im ­September 2015 von den Vereinten Nationen formulierten „2030 Agenda für Nachhaltige Entwicklung“ aus. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, den 17 globalen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals) und den 169 dahinterliegenden Teilzielen gerecht zu werden.

Die Grafik zeigt, was unsere sechs Schwerpunkte zu den globalen Entwicklungszielen beitragen ­können. Verant­wortungsvoller Konsum unterstützt das Ziel 3 der Agenda („Gesundes Leben und Wohlergehen für alle Menschen jeden Alters“) ebenso wie unser Schwerpunkt der Gesundheit und Arbeitssicherheit. Mit dem Schwerpunkt nachhaltiger Beschaffung ­fördern wir Ziel 8 („Gute Arbeits­plätze und wirtschaftliches Wachstum“) genauso wie Ziel 12 („Sicherstellen nachhaltiger Konsum- und ­Produktionsweisen“).

Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen.

UNSERE ANKNÜPFUNGSPUNKTE

Gesundheit & Wohlergehen: Sicherstellung von
gesundem Leben und Förderung des Wohlbefindens aller Menschen jeder Altersgruppe

 


VERANTWORTUNGSVOLLER KONSUM

  • Wir lehnen jeglichen Alkoholmissbrauch ab und setzen uns für Aufklärung, Information und Prävention ein.
  • Initiativen von Gösser, Puntigamer und Zipfer
  • Alkoholpolitik für alle Mitarbeiter der Brau Union Österreich
  • Fokus auf die Entwicklung von alkoholreduzierten und alkoholfreien Bieren
  • Kooperation mit pro mente OÖ zum Thema Alkohol und Jugendliche


GESUNDHEIT UND ARBEITSSICHERHEIT

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement: Gesundheitsinitiative „Fit im Job“, Verhaltensprävention und Wiedereingliederung
  • Safety Koordinatoren an allen Standorten – Re­duzierung der Arbeitsunfälle auf ein Minimum


PARTNERSCHAFTEN FÜR DIE ZUKUNFT

  • Regelmäßiger Austausch mit unseren Stakeholdern
  • Zusammenarbeit mit Universitäten, Fachhoch­schulen, NGOs und Unternehmen

Hochwertige Bildung: Sicherstellung einer inklusiven und gerechten Bildung von hoher Qualität und Förderung der Möglichkeit des lebenslangen Lernens für alle

 


PARTNERSCHAFTEN FÜR DIE ZUKUNFT

  • Kooperation mit der Lehrlingsinitiative „Amuse Bouche“ zum Thema Bierkultur und verantwortungsvoller Konsum
  • Kooperation mit pro mente OÖ zum Thema Alkohol und Jugendliche: Produktion des Films „Too Fast“, welcher österreichweit in Schulen zur Aufklärung ­Jugendlicher im Umgang mit Alkohol verwendet wird

BILDUNGSANGEBOTE FÜR MITARBEITER

  • Biersommelier/Biersommelière in Kooperation mit dem Verband der Brauereien Österreichs
  • Lehrlingsakademie der Brau Union Österreich
  • Weiterbildungskurse (auch via E-Learning)

Sauberes Wasser & Sanitärversorgung: ­Sicher­stellen der Verfügbarkeit und des nachhaltigen Managements von Wasser und sanitären Ein­richtungen für alle

 


SCHUTZ DER WASSERRESSOURCEN

  • Ziel ist es, den spezifischen Wasserverbrauch (hl Wasser/hl Bier) durch Effizienzmaßnahmen auf ein Minimum zu reduzieren. Seit 2008 konnten wir unseren spezifischen Wasserverbrauch um 43,9 % senken. Damit liegen wir mit 3,2 hl Wasser je hl Bier international im absoluten Spitzenfeld. Die HEINEKEN-Familie weist im Durchschnitt etwa 3,6 hl Wasser je hl Bier aus.
  • Das verwendete Wasser stammt ausschließlich aus Österreich, zumeist aus Brauerei-eigenen Quellen und Tiefbrunnen.
  • Das Nutzwasser in unseren Brauereien versuchen wir wieder in den natürlichen Kreislauf zurückzu­führen. Dafür legt die branchenspezifische Ab­wasser-Emissionsverordnung klare Grenzwerte fest, die von uns intern und extern überprüft werden, mit dem Erfolg, dass es im ganzen Jahr 2016 keinerlei Abweichungen gab.

Bezahlbare & saubere Energie: Sicherstellung des Zugangs zu erschwinglicher, zuverlässiger, nachhaltiger und moderner Energie für alle

 


ENERGIE & CO2-EMISSIONEN

  • Seit 2008 konnten wir unseren spezifischen ­Gesamtenergieverbrauch um mehr als 10 % reduzieren (Wärme -9,9 %, Strom -12,5 % je hl Bier). Erzielt haben wir diese Verbesserung durch eine ganze Reihe von Maßnahmen, die wir kontinuierlich und konsequent umgesetzt haben:
  • Wir verwenden ausschließlich „grünen“ Strom.
  • Kontinuierlicher Austausch fossiler Energien durch er­neuerbare Energien
  • Effizienzmaßnahmen in der Produktion, bei ­Verpackungen wie auch im Bereich Kühlung beim Kunden
  • Kontinuierliche Messung des CO2-Fußabdrucks & Berechnung des Product Environmental Footprint

Best Practice:

– Grüne Brauerei Göss: CO2– neutrale Produktion durch Verwendung erneuerbarer Energien und Eigenproduktion von erneuerbaren Energien

– Logistik: Wir investieren nur noch in emissions­arme EURO6-LKW, während wir alte LKW aus
dem Verkehr ziehen. Ebenso ersetzen wir laufend Gas- und Diesel­stapler durch Elektrostapler.
Am Standort Göss sind zwei LKW mit Erdgas­antrieb in Betrieb.

Menschenwürdige Arbeit & Wirtschafts­wachstum:

Förderung von kontinuierlichem, inklusivem und nachhaltigem Wirtschaftswachstum, produktiver Voll­beschäftigung und menschenwürdiger Arbeit für alle

 

Partnerschaften zur Erreichung der Ziele:

Stärkung der Umsetzungsmittel und Wiederbelebung der globalen Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung


PARTNERSCHAFTEN FÜR DIE ZUKUNFT

  • Kooperation mit „Jugend am Werk Steiermark“: Beim ­Projekt Re-Use-Design werden von Menschen mit Beeinträchtigung Schlüsselbänder aus Kron­korken unserer Marken gemacht, die in weiterer Folge als Geschenk für Kunden verwendet werden. Damit haben knapp ein Dutzend Menschen mit Beeinträchtigung eine sinnvolle Beschäftigung.
  • Kooperation mit alpha nova in Graz: Im Rahmen einer Kooperation mit alpha nova beschäftigt die Brauerei Puntigam regelmäßig Menschen mit ­Beeinträchtigung.
  • Kooperation mit „assista Soziale Dienste“ ­Vöcklabruck: 2016 wurde eine Kooperation mit der Brauerei Zipf ins ­Leben gerufen die es ermöglicht, vier Menschen, die es sonst am Arbeitsmarkt schwer haben, eine sinnvolle ­integrative Beschäftigung
    zu geben.
  • Kooperation mit dem Diakoniewerk Schladming: Das Diakoniewerk ermöglicht Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung individuelle und bedürfnisorientierte Beschäftigungsmöglichkeiten. Als Projektpartner des Diakoniewerks Schladming bietet die Brauerei Schladming Menschen mit Beeinträchtigung eine sinnvolle Beschäftigung, sie nehmen am beruflichen Arbeitsleben teil und haben eine geordnete Tagesstruktur.
  • Kooperation mit Arge Chance in Schwechat: Der ­Verein Arge Chance ist ein vom AMS Niederöster­reich und Land Niederösterreich geförderter ­Sozialökonomischer Beschäftigungsbetrieb, der erwerbslosen Menschen aller Alters­stufen Arbeits­plätze und Arbeitstrainingsplätze sowie soziale Betreuung auf Zeit bietet. Bereits seit fünf Jahren besteht eine ­Kooperation mit der Brauerei ­Schwechat. Hier bieten wir Menschen mit Beeinträchtigung eine sinnvolle Beschäftigung.
  • Bierige Kooperation mit dem ORF: Die Spezialitäten-Manufaktur Hofbräu Kaltenhausen braute 2016 das „ORF Fernsehgartenbier“. Dieses war gegen Spenden bei diversen ORF-Veranstaltungen, im Braugasthof und im Getränkeshop in Kaltenhausen erhältlich. Über den „Licht ins Dunkel“-Soforthilfefonds wurden mit dem Erlös Tennengauer Familien in Not unterstützt.


NACHHALTIGE BESCHAFFUNG

  • Bei uns gilt das Prinzip „Made in Austria“. ­Rohstoffe beziehen wir überwiegend von langjährigen, regionalen Lieferanten. Damit sichern wir österreichische Arbeitsplätze und erzeugen heimische Wertschöpfung: 82 % des Malzes aus österreichischer Braugerste, 93 % des Hopfens aus Österreich (Mühl­viertel/Region Leutschach)

Verantwortungsvoller Konsum & Produktionsweisen: Sicherstellen nachhaltiger Konsum- und ­Produktionsweisen

 


SCHUTZ DER WASSERRESSOURCEN

  • Um unser Wasser für die Bierproduktion vor möglichen ­negativen Umwelteinflüssen zu schützen, haben wir Wasserschutzgebiete eingerichtet und kontrollieren die Qualität unseres Wassers streng. Ziel ist es, den Wasser­verbrauch in der Produktion an allen Standorten ­kontinuierlich zu reduzieren.

Best Practice:

In der Brauerei Schwechat wurde im Jahr 2016 eine neue Brauwasseraufbereitungsan­lage ­(Arbeitsprinzip Umkehrosmose) realisiert.

In der Brauerei Puntigam konnte durch Optimierung der bestehenden Bandschmieranlage sowohl der Wasserverbrauch als auch der Schmiermittel­verbrauch reduziert werden. Durch ein neues Reinigungs- und Überwachungsprogramm wurde der Wasser­verbrauch der Flaschen­waschmaschine reduziert.


ENERGIE & CO2-EMISSIONEN

  • Dank des verstärkten Einsatzes von erneuerbaren Energien konnte in der Produktion der Ausstoß auf 2,93 kg CO2e/hl Bier begrenzt werden. Dies entspricht einer Reduktion um 45,3 % seit 2008. Im Hinblick auf das HEINEKEN-2020-Ziel von 6,4 kg CO2e/hl Bier bewegen wir uns hier schon auf gutem Niveau.


NACHHALTIGE BESCHAFFUNG

  • Vom Feld bis zur Flasche, vom Korn bis zum Kunden, setzen wir Umweltschutzmaßnahmen. Um den nachhaltigen Anbau der Rohstoffe für unser Bier zu garantieren, kaufen wir vor allem regional ein und arbeiten eng mit Landwirten in Österreich zusammen. Damit schaffen wir auch für die österreichische Gesellschaft einen Mehrwert.

Leben am Land: Schutz, Wiederherstellung und Förderung der nachhaltigen Nutzung der terrestrischen Ökosysteme, nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder, Bekämpfung der Wüstenbildung, Stopp und Umkehrung der Landdegradierung und Stopp des Verlustes an biologischer Vielfalt.

 


SCHUTZ DER WASSERRESSOURCEN

  • Um unser Wasser für die Bierproduktion vor möglichen negativen Umwelteinflüssen zu schützen, haben wir ­Wasserschutzgebiete eingerichtet und kontrollieren die Qualität unseres Wassers streng. Das ist umso wichtiger, da manche unserer Brauereien in sensiblen Wassergebieten liegen. So grenzt Schwechat an den Nationalpark Donau-Auen, ­Wieselburg an das Natura-2000-Erlaufauen-Gebiet und Göss besitzt sogar ein eigenes Quellschutz­gebiet in Leoben.

Best Practice: Die Biodiversität im Lebensraum ­Wasser schützen wir etwa mit Fischaufstiegshilfen an den ­Standorten Zipf (Redl) und Wieselburg (Erlauf).

 

Wie wir die Strategie „BREWING A BETTER WORLD“ umsetzen.

Die Tabelle zeigt, welche Ziele wir uns bis 2020, aber auch für das Jahr 2016 gesteckt haben.
Sie zeigt zudem, inwieweit wir unsere Ziele bereits erreichen konnten.

Vom Korn zum Kunden: die fünf Be­reiche unserer Wertschöpfungskette.

 

Unsere Wertschöpfungskette orientiert sich am ­Lebenszyklus eines Bieres. Sie lässt sich in fünf große Bereiche unterteilen, und genau dort setzen wir gemäß der Nachhaltigkeitsstrategie „Brewing a ­Better World“ mit unseren Initiativen an. 

1. Rohstoffe aus der Region

Um den nachhaltigen Anbau der Rohstoffe für unser Bier zu garantieren, kaufen wir vor allem regional ein und arbeiten eng mit Landwirten in Österreich zusammen. Damit schaffen wir auch für die österreichische Gesellschaft einen Mehrwert.

2. Nachhaltige Produktion

Den ökologischen Fußabdruck unserer Produktion in fünf Großbrauereien, zwei Spezialitätenbrauereien und einer Spezialitäten-Manufaktur halten wir möglichst klein, indem wir etwa Braureste im Sinne der Kreislaufwirtschaft als Futtermittel oder Düngemittel der Landwirtschaft zuführen.

3. Umweltschutz in der Logistik

Umweltschutz beschränkt sich nicht auf die Produktion. Auch in unserer unternehmensinternen Logistik setzen wir Initiativen, um den Warentransport möglichst nachhaltig zu gestalten.

lebenszyklus_eines_bieres

4. Nur beste Qualität für unsere Kunden

Ob in der Gastronomie oder im Lebensmittelhandel, unsere rund 49.000 Kunden wissen: Wir liefern unsere Produkte zur richtigen Zeit an den richtigen Ort und nur in der besten Qualität.

5. Beste österreichische Bierkultur

Wir stehen für die beste österreichische Bierkultur, mit klaren ökologischen Zielen und sozialer Verantwortung. Wir zahlen nicht einfach nur Steuern und schaffen Arbeitsplätze für unsere rund 2.300 Mitarbeiter, samt Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Arbeitssicherheit und Gesundheitsvorsorge. Wir starten auch Initiativen, etwa um Mehrwegflaschen für die Konsumenten attraktiver zu machen. 

Wir prüfen jeden dieser fünf Bereiche nach weiteren Möglichkeiten, unsere Nachhaltigkeitsstrategie umzusetzen. In den folgenden Kapiteln liefern wir detaillierte Informationen zu unseren Initiativen entlang der Wertschöpfungskette.

Die wesentlichen Bereiche unserer Nachhaltigkeitsstrategie

Eine Materialitätsanalyse hat schon 2015 dabei geholfen, jene Themen aus unserem Kerngeschäft – Bierherstellung und -verkauf – festzulegen, auf die wir uns im Nachhaltigkeitsbericht konzentrieren. Dazu entstand in Zusammenarbeit mit ERNST & YOUNG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.  eine Shared-Value-Matrix (Anhang Seite 75), die den jeweiligen Stakeholdern unseres Unternehmens wesentliche Themen zuordnet. Diese Themen wurden in einem zweiten Schritt von unserem Nachhaltigkeitsteam mit Rücksicht auf die Anspruchsgruppen gewichtet und zu guter Letzt von der Generaldirektion noch einmal geprüft. Die so entstandene finale Matrix behielt auch nach einer neuerlichen internen Prüfung 2016 ihre Gültigkeit.

Die Grafik zeigt außerdem, wo die Ziele der HEINEKEN-­Strategie „Brewing a Better World“ in unserer Wesentlichkeitsanalyse eingebettet sind und mit welchem Stellenwert sie bei der Brau Union ­Österreich bewertet sind.

Einzelne Aspekte wurden für unseren Bericht passend zu unserer Vision in den jeweiligen Kapiteln zusammengefasst und dargestellt:

Die einzelnen Bereiche unserer Wertschöpfungskette finden sich in den Teilen des Berichtes wieder: